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Geschichtliches

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Urkundlich wird Rümlang 924 zum ersten Mal erwähnt.

952 besass Rümlang bereits eine Kirche und ist damit eine der ältesten Kirchgemeinden in der Zürcherischen Landschaft. Die Hälfte der Kirche gehörte zu den Klostergütern der Fraumünsterabtei und die andere Hälfte gehörte den Grafen von Kyburg. Ab 929 hatte auch das Chorherrenstift vom Grossmünster Besitzungen in Rümlang und ab 1140 ebenfalls das Kloster Einsiedeln.

1444 Während des alten Zürichkrieges brannten die Eidgenossen das Dorf samt der Kirche nieder, da die Freiherrn von Rümlang in grosser Treue am Hause Habsburg/Oesterreich hingen. Nur der behäbige Turm und der Chorraum haben den Brand überstanden, doch sind Brandspuren immer noch sichtbar im Gebälk. Die Dorfbevölkerung musste sehr leiden, sie wurde geplündert, vertrieben oder sogar ermordet.

1523 Die Reformation erreichte Rümlang, und seither ist die Kirche ein reformiertes Gotteshaus.
       Der Chorraum hat ein schönes gotisches Gewölbe und zeigt vier aus dem 15. Jahrhundert stammende apokalyptische Figuren (die vier Tiergestalten aus dem Buch Daniel und in der Offenbarung des Johannes)* , die bei der Reformation weiss übertüncht wurden und erst 1896 wieder freigelegt worden sind. Das gotische Fenster im Chor enthält drei prächtige Wappenscheiben aus dem Anfang des 16. Jahrhundert. Eine trägt die Jahreszahl 1508 und war ein Geschenk des Rates von Zürich (blau/weiss). Eine stellt zwei Engelgestalten dar, die die Häupter der Stadtheiligen Felix und Regula halten und an den Zürcherlöwen gelehnt sind, sie ist ein Geschenk der Äbtissin von Fraumünster. Auf der dritten Scheibe ist ein Einhorn abgebildet, das Wappen von Rümlang.

1846 Das Kirchenschiff wird verlängert und die altertümlich bemalte Decke entfernt.

1888 2. September: Einweihung des neuen vierstimmigen des-dur Glockengeläutes

1896 – 1950 verschiedene Renovierungen, Elektrifizierung, neue Orgel, Kirchenbestuhlung

2002 Grosse Renovation der ganzen Kirche, unter anderem auch Auffrischung der Fresken im Chor und die Offenlegung des bei der Reformation zugemauerten Sakramentshäuschens.


7.6.2012 vp (Quelle: 1000 Jahre Kirche Rümlang/Einweihung 17.12.1950)
      
*oder Symbole der vier Evangelisten: Lukas/Stier, Matth./Engel, Markus/Löwe, Joh./ Adler

 
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